ErstunterzeichnerInnen

Sonja Ablinger

Abgeordnete zum Nationalrat, Österreich

Unser Wohlfahrtsstaat ist finanzierbar, unregulierte Finanzmärkte und wachsende soziale Ungleichheit sind es nicht.

Wilfried Altzinger

Ökonom, Wirtschaftsuniversität Wien, Österreich

Die derzeitige Finanzkrise der EU ist in erster Linie eine Verteilungskrise. Wie die jüngste Studie der EZB dokumentiert, besitzt innerhalb der EURO-Länder das vermögendste Dezil aller Haushalte 50% des gesamten Vermögens, die untersten 60% besitzen hingegen nur 12%. Solange hier nicht entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden, solange kann die aktuelle Finanzkrise nicht gelöst werden.

Heidemarie Ambrosch

KPÖ-Frauensprecherin, Österreich

Die Austeritätspolitik führt Europa in eine soziale Katastrophe mit kriegsähnlichen Auswirkungen und Frauen mit ihren Doppel- und Dreifachbelastungen haben viele Gründe sich dagegen zur Wehr zu setzen.

Dagmar Andree

Vorsitzende des Linzer Frauenhauses, Österreich

Stärkung der ArbeitnehmerInnenrechte und ein starker Sozialstaat garantieren Existenzsicherung und damit die Eigenständigkeit von Frauen! Daher unterstütze ich diese Forderungen!

Silvia Angelo

Ökonomin, Wien, Österreich

Wenn Rosa Luxemburg meinte „Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat“, dann ist an der Zeit, revolutionär zu handeln: Die europäischen Eliten führen das gemeinsame Projekt an den Abgrund. Unterschreiben wir für ein anderes Europa.

Margit Appel

Politologin, Wien, Österreich

Ich bin für ein bedingungslos soziales Europa, wie es etwa mit der laufenden Europäischen BürgerInnen-Initiative für ein Grundeinkommen angestrebt wird. Es braucht viele solche positiven Alternativen und Gegengewichte zur laufenden Sparpolitik der EU und erst recht zum angestrebten "Wettbewerbspakt", deshalb unterstütze ich diesen Aufruf.

Edeltraud Artner-Papelitzky

gf. Vorsitzende des Pastoralrates und Leiterin des Bereichs mensch&arbeit der Diözese Linz, Österreich

Wir müssen das soziale Europa weiterentwickeln, gegen den steigenden Druck auf die ArbeitnehmerInnen, gegen Arbeitsverhältnisse, von denen Menschen nicht würdig leben können und gegen eine skandalös hohe Arbeitslosigkeit, die vor allem den jungen Menschen die Zukunft verbaut.

Ilker Ataç

Politikwissenschaftler, Universität Wien, Österreich

Die Vertiefung der neoliberalen Politik hat insbesondere Konsequenzen für Menschen ohne Papiere und mit beschränkten sozialen und politischen Rechten. Deswegen bedarf es Stärkung der Rechte für alle hier lebenden Menschen.

Roland Atzmüller

Sozialwissenschafter, Johannes Kepler Universität, Linz, Österreich

Gegen die "Südländer", die angeblich über ihre Verhältnisse gelebt und unkontrolliert Kredite aufgenommen haben, werden rassistische Ressentiments mobilisiert. Ist eine politisch wirksame, internationale Solidarität der progressiven und linken Bewegungen und Organisationen, der Gewerkschaften und ArbeiterInnenbewegungen mit den Betroffenen Gesellschaften gegen das autoritäre Krisenmanagement in Europa möglich?

Walter Baier

Ökonom, Koordinator von transform! Europe, Österreich

Europa muss demokratisch, ökologisch und sozial neu gegründet werden, oder es wird untergehen.

Rainer Bartel

Außerordentlicher Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, Johannes Kepler Universität Linz , Österreich

Die Kluft zwischen wissenschaftlich-politischem Anspruch und wirtschaftlich-sozialer Realität klafft auf. Reflexion und Kursänderung sind gefragt.

Christine Baur

Abgeordnete zum Tiroler Landtag, Österreich

Weil genug für alle da ist und Europa eine Vorbildwirkung für die gerechte Verteilung von Arbeit, Geld und Macht werden soll!

Kurt Bayer

Ökonom und ehemals Board Director in Weltbank und EBRD sowie Gruppenleiter im Finanzministerium, Österreich

Die verengte, einseitig auf Budgetkonsolidierung und "Strukturreformen" ausgerichtete europäische Wirtschaftspolitik hat die seit 5 Jahren grassierende Krise weiter verschärft. Der geplante Wettbewerbspakt stellt eine weitere Eskalationsstufe dieser verfehlten Politik dar. Diese geht auf Kosten der Arbeitnehmer und wird die obszön hohe Jugendarbeitslosigkeit mit ihren verheerenden politischen Folgen weiter erhöhen. Es ist höchste Zeit, der EU ein starkes Zeichen gegen diese falsche Wirtschasftspolitik zu setzen.

Joachim Becker

Ökonom, Wirtschaftsuniversität Wien, Österreich

Die gegenwärtige extreme Sparpolitik der EU führt nicht nur wirtschaftlich in die Sackgasse, sondern beruht auch auf einer systematischen Aushöhlung der Demokratie. Es ist zentral, die demokratischen Spielräume der Nationalstaaten zu erhalten und wieder zu erweitern.

Andreas Bieler

Professor of Political Economy, Nottingham University, Großbritannien

Europe requires a focus on social justice and jobs, not austerity. Another Europe is possible!

Hans-Jürgen Bieling

Professor für Politik und Wirtschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen:, Deutschland

Im Zuge der aktuellen Krisenprozesse wird die EU austeritätspolitisch-autoritär neugegründet. Die Erosion ihrer sozialen, demokratischen und friedensfördernden Grundlagen schreitet damit voran. Notwendig wäre stattdessen eine progressive Neugründung zur Förderung von sozialem Ausgleich und demokratischer Kontrolle und Mitgestaltung.

Barbara Blaha

Lektorin, Leiterin momentum-Kongress, Österreich

Die angeblichen Retter Europas sind in Wahrheit seine Totengräber. Wer Europa nicht ändern will, der will nicht, dass es bleibt.

Ulrich Brand

Professor für Internationale Politik an der Universität Wien und (sachverständiges) Mitglied "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" des Deutschen Bundestages (2011-2013), Österreich

Der einzige Ausweg aus der multiplen Krise ist der Horizont eines solidarischen, nachhaltigen und demokratischen Europas.

Marion Breiter

Mediatorin, Psychotherapeutin, Österreich

Im Namen von Frauen- und Mädchenberatungsstellen unterstütze ich diesen Aufruf, da die neoliberale Wirtschafts- und Sparpolitik demokratische Strukturen und den Sozialstaat gefährdet sowie Ungleichheit und Armut massiv erhöhen - was Frauen ganz besonders hart trifft.

Leni Breymeier

Gewerkschaftssekretärin Baden-Württemberg, stv. SPD Landesvorsitzende Baden-Württemberg, Sprecherkreis DL 21 Baden-Württemberg, Deutschland

Mireille Bruyère

Wirtschaftsprofessorin Université Toulouse 2 und Co-Vorsitzende Les Economistes Atterrès, Frankreich

Sonja Buckel

Wissenschaftlerin am Institut für Sozialforschung Frankfurt, Sprecherin des Kuratoriums des Instituts Solidarische Moderne, Deutschland

Die europäische Krise zeigt mehr als deutlich, wie der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen untergräbt. Dies ist aber kein Grund zur Hoffnung. Denn diejenigen, die unter den Verwerfungen und Verwüstungen zu leiden haben, sind die Subalternen, und die Gefahr nationalistischer Demagogie wird täglich realer. Daher muss es endlich zu einem Bruch mit dem autoritären Neoliberalismus kommen.

Dolors Camats

Co-Präsidentin der ICV und Abgeordnete im Katalanischen Parlament, Spanien

David Cayla

Wirtschaftswissenschaftler, Professor an Angers Unversität, Mitglied der Forschungsgruppe GRANEM, Frankreich

Wir können nicht aus der Krise herauskommen, wenn wir eine Politik weiterführen, die zur Krise geführt hat. Deshalb muss Europa faire Arbeit und faire Löhne sichern anstatt Kapitalerträge zu begünstigen, den sozialen Dialog und Mitbestimmung anstatt Lohndumping und Wettbewerb fördern.

Benjamin Coriat

Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Paris 13 und Co-Vorsitzender der kollektiven "Les Economistes Atterrés", Frankreich

Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Paris 13 und Co-Vorsitzender der kollektiven "Les Economistes Atterrés" - "Wir sind Ökonomen, und wir sind entsetzt."

Oriol Costa

Europaexperte ICV, Spanien

Thomas Coutrot

Sprecher von Attac Frankreich, Frankreich

Unter dem Vorwand den Euro zu retten, hat die europäische Oligarchie eine Attacke auf die sozialen und demokratischen Rechte in Europa gestartet. Sie ist dabei auch bereit, die ökologische Frage zu opfern. Der Euro kann jedoch nicht mit noch mehr Austerität und Arbeitslosigkeit gerettet werden: es ist an der Zeit eine solidarische Währung zu etablieren, die den Fängen der Finanzmarktakteure entzogen ist.

Giuseppe De Cristofaro

Senator, Italien

Claude Debons

Gewerkschaftler, Mitglieder von gauche Unie, Frankreich

Für eine vereinte Linke gegen die Austerität in Europa.

Karl Delfs

Sekretär im Büro des Verkehrsvorsitzenden der Gewerkschaft vida, Österreich

Ein geeintes Europa braucht eine politische Vertiefung, damit endlich die Menschen in Europa das Sagen haben und nicht die Lobbyisten des Vodoo-Kapitalismus. Schluss mit dieser gekauften Politik, mehr Macht für die europäischen BürgerInnen.

Alex Demirović

Sozialwissenschafter, Deutschland

Gegen das verordnete Himmelfahrtskommando der Kapitaleigner - die Menschen in Europa müssen sich weiter und gemeinsam dagegen wehren, dass Wohlstand und Freiheit nur einigen Wenigen vorbehalten wird. Angesichts der multiplen Krise bedarf es einer neuen demokratischen, sozialen und ökologischen Perspektive, die weit über Europa hinaus greift und nicht alle immer tiefer hineinreisst in den Krieg aller gegen alle.

Bernd Dobesberger

Landesvorsitzender der Kinderfreunde in Oberösterreich, Österreich

Ich möchte ein gemeinsames Europa, statt tief gespaltener Gesellschaften!

Leonhard Dobusch

Wirtschaftswissenschaftler, Freie Universität Berlin, Deutschland

Schuldenprobleme sind Verteilungsprobleme.

Ulrich Duchrow

Theologieprofessor, Kairos Europa, Deutschland

Nur ein breites Solidaritätsbündnis in ganz Europa kann verhindern, dass auch hier die neoliberalen Strukturanpassungsprogramme immer mehr Leben zerstören.

Muna Duzdar

Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat, Österreich

Der Wettbewerbspakt bedeutet in anderen Worten das Ende des Sozialstaates. Es ist unsere Aufgabe,das klar zu machen.

Ludwig Dvořák

gf. Chefredakteur sozialdemokratische Diskussionszeitschrift ZUKUNFT, Österreich

Europa braucht Vollbeschäftigung durch ein Ende der Sparpolitik und keinen Abbau von Sozialstaat, Parlaments- und Gewerkschaftsrechten.

Eva Egger

Mitarbeiterin in der Abteilung Arbeitsmarktpolitik für Frauen im AMS, Österreich

Unsere Demokratie ist auf mehreren Ebenen gefährdet, wir müssen diese Entwicklung mehr öffentlich machen!

Alexander Egit

Geschäftsführer von Greenpeace in Zentral- und Osteuropa , Österreich

Europa muss jetzt die Weichen für eine Ökologisierung der Energieversorgung, der Wirtschaft und der Landwirtschaft stellen. Wir verspielen unsere Zukunft, wenn diese entscheidenden Investitionen einer fehlgeleiteten Sparpolitik zum Opfer fallen.

Reinhold Entholzer

SPÖ Landesrat, Landesregierung Oberösterreich, Österreich

Es gibt genug Geld weltweit, es liegt an uns, dass wir uns klar für eine Finanzierung des Wohlfahrtsstaates aussprechen.

Georg Feigl

Ökonom, Arbeiterkammer Wien, Österreich

Massenarbeitslosigkeit und Verteilungsschieflagen in Europa zeigen, dass es höchste Zeit für einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel ist.

Christian Felber

freier Publizist, Österreich

"Land 1 sagt, es muss die Löhne senken, um wettbewerbsfähiger zu werden. 26 folgen. Land 2 sagt, es muss die soziale Sicherheit reduzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 26 folgen. Land 3 sagt es muss die Arbeitsrechte beschneiden. Land 4 hebt die Menschenrechte auf, um im globalen Wettbewerb nicht unterzugehen. Land 5 sagt, es könne leider keine demokratischen Entscheidungen mehr leisten. Wir brauchen mehr Kooperation, nicht mehr Wettbewerb.

Anne Ferreira

Vize-Präsidentin der Region Picardie, ehemalige Europa-Abgeordnete, Mitglied des Bundesvorstand Parti Socialiste, Frankreich

Andreas Fischer-Lescano

Zentrum für europäische Rechtspolitik, Universität Bremen, Deutschland

Sozial-national ist keine Option: Eine effektive Steuer- und Fiskalpolitik, eine solidarische Sozialpolitik und eine gerechte Lohn- und Tarifpolitik kann im nationalen Rahmen allein nicht mehr verwirklicht werden. Ohne ein soziales und demokratisches Europa wird es keine Antwort auf die transnationale soziale Frage geben.

Heiner Flassbeck

Ehemaliger Chefökonom der United Nations Conference on Trade and Development UNCTAD, Deutschland

In einer Währungsunion muss sich jedes Land an seine eigenen Verhältnisse anpassen, kein Land darf dauerhaft mehr verbrauchen, als es produziert, und keines weniger. Das ist keine sonderlich schwierige Bedingung für eine gemeinsame Währung, aber eine absolut notwendige.

Franzobel

Schriftsteller, Österreich

Europa muss für alle sein

Georg Frigger

Mitglied im Koordinierungskreis von Attac, Deutschland

Mit dem Pakt für Wettbewerbsfähigkeit wird die Chance auf ein solidarisches und demokratisches Europa zerstört.

Giancarlo Giordano

Abgeordneter, Italien

Erhard Glötzl

Vorstandsdirektor der Linz AG i.R., Österreich

Wir haben eine Verteilungskrise und keine Strukturkrise. Wer aus der Geschichte nicht lernt, muss sie wiederholen.

Michael Groß

Mitglied des Deutschen Bundestages, Deutschland

Es ist Zeit für ein soziales und demokratisches Europa, in dem Solidarität und Gerechtigkeit Vorfahrt haben.

Luise Gubitzer

Ökonom, Wirtschaftsuniversität Wien, Österreich

Jérôme Guedj

Abgeordnete in Assemblée Nationale, Vorsitzende der Conseil General de l'Essonne, Mitglied des Bundesvorstand Parti Socialiste (PS), Frankreich

Unseren Aufruf hat ein Ziel: von Europa wieder was machen, wofür wir Europa so geliebt haben: eine gemeinsam Projekt alle Nationen in Europa für Wohlstand, Demokratie, Frieden und Freiheit. Europa steht heute in eine Sackgasse, die Krisenpolitik hat versagt. Schlimmer noch, sie verschärfen die Zerstörung unseren Produktionsystem. Damit müssen wir aufhören. Dieser Aufruf wird eine notwendige Debatte auf europäische Ebene eröffnen, um gemeinsam aus der schwersten und schlimmsten Krise seit dem Vertrag von Roma zu kommen.

Sibylle Hamann

Journalistin, Autorin , Österreich

Ich bin dabei, weil Europa noch weiter zusammenwachsen soll

Elfriede Hammerl

Autorin und Kolumnistin, Österreich

Konkurrenzfixierung ist inhuman und unkonstruktiv. Wir brauchen Zusammenhalt und soziale Verantwortung. Nur damit wird Europa ein Erfolgsmodell.

Joan Herrera

Co-Präsident der ICV und Abgeordneter im Katalanischen Parlament , Spanien

Peter Herrmann

Akademischer Direktor Osservatorio Qualità Sociale in Rom, Italien

Es ist erschreckend, die Konsequenzen für die Bevölkerung zu sehen, die von einer Politik bewirkt werden, die beansprucht, Europa zu retten, aber gerade das Gegenteil bewirkt. Es ist aber doch auch ermutigend, langsam aber sicher zu sehen, dass sich Gegenkräfte organisieren.

Dierk Hirschel

Gewerkschaftssekretär, Deutschland

Der Angriff auf die sozialen Errungenschaften der europäischen Arbeiterbewegung muss gestoppt werden.

Gustav Horn

Leiter des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, Deutschland

Ich will, dass der Euro erhalten bleibt, um Europa als einen Kontinent des allgemeinen Wohlstands in sozial gesicherten Verhältnissen zu erhalten und auszubauen.

Laura Horn

Politikwissenschaftlerin, Roskilde, Dänemark,

Der geplante Pakt für Wettbewerbsfähigkeit macht deutlich, wie die EU-Krisenpolitik die Aussichten für ein soziales, solidarisches und demokratisches Europa systematisch demontiert. Es ist an uns, diese Austeritätspolitik zu problematisieren und gemeinsam Alternativen zu formulieren!

Georg Hubmann

Geschäftsführer, Marie Jahoda – Otto Bauer Institut, Linz, Österreich

Weil Europa eine offensive Politik braucht, die neue Gestaltungsspielräume öffnen kann

Andrej Hunko

Mitglied des Deutschen Bundestags und der Parlamentarischen Versammlung des Europarates für die Partei Die Linke, Deutschland

Eine ökonomische Politik, die den Wahnsinn des immer schärferen Wettbewerbs der Nationen auf die Spitze treibt, droht am Ende auch in militärische Auseinandersetzungen zu münden. Statt eines Wettbewerbspaktes brauchen wir einen Kooperationspakt.

Inge Jäger

Abgeordnete zum Nationalrat i.R., Österreich

Armut und Ungerechtigkeit im Vergleich zwischen Europa und Afrika hat mich in meiner politischen Arbeit geprägt, es ist eine Schande und unerträglich, dass Armut und Perspektivlosigkeit für Millionen von Europäern nun auch tägliche Realität ist, Europa braucht soziale Gerechtigkeit!

Johannes Jäger

Ökonom, Österreich

Die bislang praktizierte Anti-Krisenpolitik in der EU führt zur Vertiefung des Neoliberalismus auf Kosten der Lohnabhängigen. Damit wird die Krise jedoch keineswegs gelöst, sondern weiter verschärft. Eine gesellschaftlich breit getragene solidarische und ökologische Alternative als Basis für ein gutes Leben für alle ist in Europa daher nötiger denn je.

Gertraud Jahn

Klubobfrau der SPÖ im OÖ Landtag, Österreich

Der radikale Sparkurs, den die konservative Mehrheit ganz Europa aufgezwungen hat, hat katastrophale wirtschaftliche und soziale Folgen. Anstatt einen Kurswechsel einzuleiten soll durch einen 'Wettbewerbspakt' die Gangart noch einmal verschärft werden, Das heißt Verschlechterung von Arbeitnehmerrechten, Aushebelung von Kollektivverträgen, weitere Privatisierungen. Diesen Generalangriff auf den europäischen Sozialstaat und die Arbeitnehmerrechte können wir nur durch eine starke internationale Gegenbewegung stoppen.

Anne Karrass

Gewerkschaftssekretärin, Deutschland

Wir brauchen mehr Europa - aber anders.

Katja Kipping

Mitglied des deutschen Bundestages, Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Deutschland

Wenn nicht nur der Euro sondern auch europäische Idee überleben soll, muss die Spar- und Kürzungspolitik in Europa beendet werden. Wir brauchen eine koordinierte europäische Sozial- und Wirtschaftspolitik, eine gemeinsame Finanzpolitik, eine Umverteilung des Reichtums in Europa von Oben nach Unten und mehr Demokratie in Europa.

Erika Kirchweger

Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung in Oberösterreich, Österreich

Der größte Teil der Care-Arbeit wird nach wie vor von Frauen geleistet. Mit dem Rückbau von Sozialleistungen des Wohlfahrtsstaates wird die Verantwortung für diese gesellschaftlich notwendige Arbeit ins Private abgewälzt. Herausgefallen aus dem sozialen Netz oder schlecht bezahlt tragen Frauen damit diese Last für alle!

Elisabeth Klatzer

Wirtschafts- und Sozialwissenschafterin, Wirtschaftsuniversität Wien, Österreich

Im Schatten der Krise wird in Europa im Sinne der Kapitalinteressen umgebaut. Es ist höchst an der Zeit, dass wir dieses neoliberale Projekt stoppen und wieder Politik im Dienste der Menschen machen!

Lukas Daniel Klausner

Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei, Österreich

Wir versuchen, die Probleme des 21. Jahrhunderts mit den Methoden des 20. Jahrhunderts zu lösen – das kann nicht funktionieren. Europa geht anders – Gesellschaft geht anders – Demokratie geht anders!

Bärbel Kofler

Mitglied des Bundestages, SPD, Dr. Linguistik, Deutschland

Werner Kogler

Abgeordneter zum Nationalrat, Österreich

Für ein besseres Europa: sozial gerecht, ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich vernünftig.

Nikolaus Kowall

Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung in Düsseldorf, Leiter der Sektion 8 der SPÖ Alsergrund, Österreich

Eine politische Union hat nur Zukunft, wenn die Mitglieder den Standortwettbewerb ad acta legen und Willen zur politisch gestalteten Kooperation zeigen.

Markus Koza

Ökonom, Vorsitzender der UG - Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB , Österreich

Ein klares NEIN zum 'immerwährenden' Druck auf Löhne, Gehälter und Arbeitsrechte!

Käthe Kratz

Regisseurin und Autorin, Österreich

Ich wünsche mir und uns, dass viele, viele, Millionen diese Initiative unterstützen!

Karin Küblböck

Ökonomin, Wien, Österreich

Europa braucht eine Politik, die sich an sozialer und ökologischer Gerechtigkeit und nicht an Finanzmarkt- und Profitinteressen orientiert.

Philipp Kuhlmann

Betriebsratsvorsitzender Ecolab GmbH Wien, Vorsitzender der Kath. ArbeitnehmerInnen Bewegung in der Erzdiözese Wien, Österreich

Der Mensch muss Träger, Schöpfer und Ziel aller gesellschaftlichen Einrichtungen sein. Jedes System, in dem der Mensch nur noch Mittel und nicht Zweck ist, kehrt diesen Grundsatz um. Der Markt ist nicht sozial. Die Wirtschaft hat dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität müssen Vorrang haben.

Johannes Labner

Bundesvorsitzender der Kath. Arbeitnehmer/innen Bewegung Österreich, Österreich

Ein klares Ja zu einem Europa, wo nicht nur die Märkte frei sind, sondern auch das Gemeinwohl ein Anliegen aller ist, wo Friede und soziale Absicherung für alle Bürger gesichert werden.

Knut Lambertin

Gewerkschaftssekretär; Stellv. Bundesvorsitzender der Demokratischen Linken 21, Deutschland

Die Austeriätspolitik der EU schafft neue soziale Risiken für die Menschen und schwächt gleichzeitig deren soziale Sicherung.

Fabio Lavagno

Abgeordneter, Italien

Franz Leidenmühler

Assoz. Univ.-Prof.und Vorstand des Instituts für Europarecht, Johannes Kepler Universität Linz, Österreich

Der EU-Binnenmarkt muss notwendigerweise eine Begleitung und Ergänzung durch eine Sozialunion finden - ansonsten bleibt Europa auf halbem Wege stehen.

Stephan Lessenich

Soziologe, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland

Ein anderes – demokratisches, soziales, nach innen wie außen solidarisches – Europa kommt nicht von allein. Und doch ist es nötiger denn je – also los!

Marie-Noelle Lienemann

Senatrice von Paris, Mitglied des Bundesvorstand Parti Socialiste (PS), Frankreich

Es ist an der Zeit, alle progressiven gesellschaftlichen Kräfte zu vereinen, um die Austeritätspolitik zu beenden und ein anderes Europa aufzubauen, mit und für die EuropäerInnen. Gegen nationalistische Rückzug und gegen den Neoliberalismus, der den Wettbewerb der ArbeitsnehmerInnen untereinander erzwingt, Schließen wir uns solidarisch zusammen für ein soziales Europa und für Vollbeschäftigung.

Marianne Louis

Landesabgeordnete in Region Ile de France, Mitglied des Bundesvorstand Parti Socialiste (PS), Frankreich

Unsere Aufruf ist notwendig. Überall in Europa rufen Stimmen auf um mit der Krisenpolitik und Austerität in Europa aufzuhören

Ulrike Lunacek

Vizepräsidentin der Grünen im Europaparlament, Europasprecherin der österreichischen Grünen, Österreich

Mehr Demokratie, soziale Gerechtigkeit und raus aus Öl und Gas anstatt einseitiger Sparpolitik, die Krise und Arbeitslosigkeit nur verschärft!

Katharina Mader

Ökonomin, Vorsitzende des BEIGEWUM, Österreich

Die europäische Krisenpolitik versucht das neoliberale Korsett immer enger zu schnüren. Ohne einen grundlegenden Kurswechsel werden die Grundlagen für ein soziales und demokratisches Europa für Jahrzehnte zerstört.

Martin Margulies

Landtagsabgeordneter, Wien, Österreich

Das Leben ist kein Wettbewerb

Markus Marterbauer

Wirtschaftswissenschafter, AK Wien, Österreich

Das Stoppen der Krise muss mit einer aktiven Politik zur Verringerung der Massenarbeitslosigkeit beginnen. Ein Kurswechsel auf europäischer Ebene ist dafür unabdingbar.

Anke Martiny

ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages und des SPD-Parteivorstands, Vorstand von Transparency International Deutschland, Deutschland

Da alle Bürgerinnen und Bürger Europas die Zeche für das verantwortungslose Wirtschaften vergleichsweise weniger Profiteure bezahlen müssen, verstehe ich nicht, dass nationalstaatlicher Populismus in der Politik immer noch so großen Zulauf hat.

Francesco Martone

Generalsekretär für Auswärtiges und Europa-Politik, Italien

Hilde Mattheis

Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzende des Forums Demokratische Linke, Mitglied im Bundesvorstand der SPD, Deutschland

Europa darf nicht den Bürokraten und Technokraten „überlassen“ werden. Wir brauchen in Europa mehr soziale Gerechtigkeit und Demokratie.

Emmanuel Maurel

Vizepräsident der Region Ile de France, Mitglied des Bundesvorstand Parti Socialiste (PS), Frankreich

Freda Meissner-Blau

ehem. Abgeordnete zum NR, Mitbegründerin der Grünen in Österreich, Österreich

Die schreienden Ungerechtigkeiten des Neoliberalismus, der einigen Wenigen obszöne Profite verschafft und den Vielen Arbeitslosigkeit oder Ausbeutung mit Hungerlöhnen, kann nicht die Zukunft des Kontinents sein. Ein anderes, soziales, ökologisches Europa ist möglich!

Gianni Melilla

Abgeordneter, Italien

Gabriele Michalitsch

Politikwissenschafterin und Ökonomin, Österreich

Matthias Miersch

Mitglied des Deutschen Bundestages, stellvertretender Vorsitzender des Forums Demokratische Linke in der SPD, Deutschland

Ich unterstütze den Aufruf, um endlich eine breite Debatte über das künftige Europa anzustoßen.

Gennaro Migliore

Vorsitzende der SEL Fraktion in Abgeordnete Haus (Camera), Italien

Robert Misik

Autor, Wien, Österreich

Weil Merkels Pakt zur Zerstörung Europas verhindert werden muss.

Wolfgang Moitzi

Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich, Österreich

Um Europas "Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit" mit über 7 Millionen beschäftigungslosen Jugendlichen zu entschärfen, braucht es keine Verschärfung, sondern eine entschlossene Abkehr von der neoliberalen Spar- und Kürzungspolitik

MIchaela Moser

Armutsforscherin, Ilse Arlt Institut für soziale Inklusionsforschung an der FH St Pölten, Vizepräsidentin des European Anti Poverty Networks (2006-2012), Österreich

Es reicht! Für alle! Mit kluger europäischer Verteilungspolitik kann Armut - auch weltweit - vermieden und ein gutes Leben für alle möglich werden.

David Mum

Ökonom, Österreich

Wer mit der Verallgemeinerung einzelwirtschaftlicher Logik gesamtwirtschaftliche Probleme lösen will, wird scheitern. Europa ist gerade dabei dies zu tun. Wer die Zerstörung der Gesellschaft hinnimmt, um Wettbewerbsfähigkeit durchzupeitschen, agiert fahrlässig. Ein gemeinsames Europa ist eines der Kooperation und nicht eines des "Sich gegenseitig das Wasser Abgraben". ,

Marisa Nicchi

Abgeordnete, Italien

Alfred Noll

Rechtsanwalt, Univ.-Prof, Österreich

Freiheit ist das ideologische Panier der europäischen Politik. Der unpersönliche Sachwert des Profits will weiter über den Personenwert des Menschen triumphieren. Protest ist der Anfang der Umkehr.

Silvia Nossek

Organisationsberaterin, Bezirksrätin - Grüne Alternative Währing, Österreich

Demokratie und Wohlfahrtsstaat, diese beiden Grundlagen des Europäischen Friedensprojekts nach 1945, werden durch die EU-Politik seit den 1990er Jahren ausgehöhlt und schrittweise abgeschafft – dagegen stehen wir auf: Wir wollen nicht mehr von diesem Europa, wir brauchen dringend ein anderes Europa.

Andreas Novy

Obmann der Grünen Bildungswerkstatt , Österreich

Ich bin dabei, weil es statt Dumping-Konkurrenz ein Europa braucht, in dem alle Menschen gut leben können.

Lukas Oberndorfer

Jurist, Arbeiterkammer Wien, Österreich

Spätestens seit dem Ausbruch der Krise beruht die neoliberale Vertiefung der EU nicht mehr auf dem Konsens der Menschen in Europa, daher wird sie zunehmend autokratisch durchgesetzt. Es ist an der Zeit dagegen aufzustehen. Der Wettbewerbspakt bietet EINE Chance die Stopptaste zu drücken.

Laia Ortiz

Abgeordnete ICV im Kongress in Madrid, Spanien

Walter Ötsch

Ökonom, Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft, Österreich

Das marktradikale Denken, das zur Finanzkrise geführt hat, ist jetzt zur Bedrohung der Demokratie in Europa geworden

Klaudia Paiha

Bundessprecherin der AUGE/UG - Alternative und Grüne GewerkschafterInnen, Österreich

Wer ein soziales Europa mit Zukunft will, muss NEIN zum Wettbewerbspakt sagen!

Alexis Passadakis

Mitglied im Rat von Attac Deutschland, Deutschland

Ohne eine Blockade der neoliberalen Integrationsdynamik der EU und der Eurozone durch eine breite Koalition gesellschaftlicher Akteure, wird es keine neuen Spielräume für soziale und demokratische Politikansätze auf lokaler, nationalstaatlicher und europäischer Ebene geben.

Mehrdad Payandeh

DGB Bundesvorstand, Abteilungsleiter Wirtschaft, Finanz- und Steuerpolitik, Deutschland

Ileana Piazzoni

Abgeordnete, Italien

Michele Piras

Abgeordnete, Italien

Alexander Pollak

Sprecher der Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch, Österreich

Weil es nichts Dümmeres gibt, als die soziale Schieflage weiter zu verstärken.

Christa Pölzlbauer

Psychotherapeutin und Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, Österreich

Als Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings halte ich den Aufruf gegen den EU-Pakt für Wettbewerbsfähigkeit für ein notwendiges Zeichen gegen die aktuelle Austeritätspolitik, da diese auch – und insbesondere – Frauen und Frauenvereine betrifft. Denn leider sind es oft gerade frauenpolitische Anliegen, deren Umsetzung durch die Sparpolitik verunmöglicht wird.

Mathieu Pouydesseau

Vertreter von Maintenant la Gauche in Ausland (PS), Mit-Initiator des Aufruf , Deutschland

Es ist an die Zeit gekommen, dass die Menschen endlich Europa selbst gestalten, und der Traum eines vereintes demokratisches Europa nicht durch Gier und Egoismus zerstört wird.

Georg Prack

Landessprecher, Grüne Wien, Österreich

Wir brauchen neue Konzepte gegen die europäische Krise.

Ralf Ptak

Wirtschaftswissenschaftler, Volkswirt des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Nordkirche, Hamburg und Privatdozent an der Universität Köln, Deutschland

Europa braucht eine demokratische und solidarische Wirtschaftspolitik im Rahmen einer sozial-ökologischen Transformation statt autoritärer Austeritäts- und Wettbewerbspolitik.

Judith Pühringer

Geschäftsführerin bdv austria, Bundesdachverband für Soziale Unternehmen, Österreich

Europa neu denken mit einer verteilungsgerechten und existenzsichernden Arbeitsmarktpolitik, die ein gutes (Arbeits)Leben für alle ermöglicht.

Stefano Quaranta

Abgeordneter, Italien

Paul Quiles

Bürgermeister von Cordiel, Delegierte im Conseil National der PS, ehemalige Verteidigungsminister, ehemalige Abgeordnete , Frankreich

Es freut mich sehr, dass über Grenzen hinweg Menschen die sich in die europäische Linke wieder erkennen sich gefunden haben, : - um die wahren Ursache dieser wirtschaftliche Krise auszumachen und um zu sagen dass die heutigen Krisenpolitik eine schon dramatische soziale Lage in vielen Ländern verschärfen wird; - um auch die richtigen und starken Massnahmen vorzuschlagen, um die Europäische Union in der Interesse der geteilte allgemein Gutes zu vertiefen.

Johannes Rauch

Klubobmann der Grünen im Vorarlberger Landtag, Österreich

Europa hat Zukunft. Aber nur dann, wenn die Profitmaximierung um jeden Preis der Vergangenheit angehört.

Mechtild Rawert

Mitglied des Deutschen Bundestages, Beisitzerin des Forums Demokratische Linke 21 in der SPD, Deutschland

Ich unterzeichne den Aufruf, weil sich nirgendwo in Europa jemand einen armen Staat leisten kann - außer heimatlose reiche Menschen.

Evelyn Regner

Abgeordnete zum Europäischen Parlament, Österreich

Im Jahr 5 der Krise dominieren Verteilungsungerechtigkeit und Kaputtsparen. Jetzt sind soziale Gerechtigkeit und Solidarität gefragt.

Michel Reimon

Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag, Österreich

Einstein hat mal gesagt: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Er könnte die neoliberalen Sparpakete gemeint haben.

Sabine Reiner

Gewerkschaftssekretärin, Deutschland

Es kann doch nicht sein, dass wir uns von einer 1-Prozent-Parallelgesellschaft der Eliten unser Europa kaputt machen lassen. Wir sind reich genug um allen ein gutes Leben zu ermöglichen. Dafür müssen wir gemeinsam streiten.

Jörg Reitzig

Professor für Sozialökonomie und -politik an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein, Deutschland

Verteilungsgerechtigkeit ist ein Schlüssel für ein zukunftsfähiges Europa.

Lara Riccianti

Abgeordnete, Italien

Jacques Rigaudiat

Ökonom, Mitglied von Front de Gauche, Frankreich

Ökonom, Mitglied von Front de Gauche

Raul Romeva

MEP für ICV, Spanien

Bruno Rossmann

Abgeordneter zum Nationalrat, Österreich

Schluss mit falscher Krisenpolitik und Aushöhlung der Demokratie!

Eva Rossmann

Autorin und Köchin, Österreich

Wir sind Europa. Und wir dürfen unsere Zukunft nicht den Markt-Machos überlassen. Jetzt kassieren einige ab. Aber wir verdienen etwas Besseres!

Astrid Rund

Mitarbeiterin Frauennotruf RHK, Koordination Weltfrauenmarsch in Deutschland, Kuratorium ISM, Deutschland

Ich unterstütze den Aufruf weil die Austeritätspolitik die Krise im Sinne der Finanzmärkte und Kapitalinteressen zu einer Umverteilung von unten nach oben nutzt. Dabei übt sie durch die Einsparungen auch einen unglaublichen Druck auf alle Bereiche der sozialen Reproduktion aus, was die Lebenssituation grade für Frauen und die Ungleichheit im Geschlechterverhältnis verschärft.

Irmi Salzer

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei ÖBV-Via Campesina Austria, Biobäuerin, Österreich

Wir brauchen ein solidarisches, demokratisches und soziales Europa und keinen Wettbewerbspakt!

Ulrike Sambor

Aktivistin in der Attac-Gruppe Grundeinkommen, Österreich

Durch den "Pakt für Wettbewerbsfähigkeit" zwischen allen EURO-Zonen-Ländern und der EU-Kommission sollen neben den Schulden für immer auch Löhne und Kosten für Sozialsysteme radikal gekürzt werden, woraus folgt, dass prekäre Arbeit, Massenarbeitslosigkeit und Armut extrem steigen und öffentliche Güter und Werte (Wasser, Gesundheit, Verkehr, Bildung...) privatisiert werden.

Klaus Sambor

Aktivist in der Attac-Gruppe Grundeinkommen, Österreich

Der "Wettbewerbspakt" führt zu einer katastrophalen Kürzungspolitik im sozialen Bereich, und was mich besonders stört, dies soll "unumkehrbar" festgeschrieben werden.

Birgit Sauer

Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Wien, Österreich

Gleichheit und Rechte für Alle - sonst bleibt die EU eine Dauer-Krise für Demokratie

Selma Schacht

Betriebsratsvorsitzende Wiener Kinder- und Jugendbetreuung, KOMintern-Arbeiterkammerrätin , Österreich

Widerstand ist notwendig gegen die EU der Banken und Konzerne - wehren wir uns gemeinsam gegen diesen Angriff auf Arbeitende, Arbeitslose, Jugendliche! Wir wollen nicht für diese Krise zahlen!

Nina Scheer

stellvertretende Vorsitzende des Forums DL 21 in der SPD, Deutschland

Der Zusammenhalt der EU ist auf die Gestaltungskraft ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen.

Martin Schenk

Sozialexperte, Mitinitiator der Armutskonferenz, www.armut.at, Österreich

So wie bisher kann das nicht weiter gehen. Jugendliche ohne Zukunft, krankgesparte Gesundheitsversorgung, kaputte soziale Infrastruktur mitten in Europa. Die bereits verabschiedeten europäischen Rechtsakte zementieren die finanzpolitischen Ungleichgewichte zu Lasten der sozialen Stabilität. Sie stehen damit auch im Widerspruch zum offiziellen EU-Ziel der Armutsbekämpfung, wie es im Zuge der Europa-2020-Strategie formuliert wurde. Lippenbekenntnisse für ein soziales Europa reichen eben nicht aus. In Wirklichkeit braucht es mehr Europa und mehr Demokratie. Europa wird den sozialen Ausgleich schaffen, oder es wird nicht mehr sein.

Werner Schieder

Mitglied des Deutschen Bundestages, Deutschland

Ich unterstütze den Aufruf, weil die aktuelle Euro-Krisenpolitik immer tiefer in die Sackgasse führt und eine Kehrtwende dringend ist.

René Schindler

Bundessekretär für Soziales und Recht in der Produktionsgewerkschaft PRO-GE, Österreich

Die Politik, die von der EU-Komission einmal mehr propagiert wird, bringt seit 20 Jahren: Elend, steigende, inzwischen katastrophale (Jugend-)Arbeitslosigkeit und eine Krise nach der anderen! Höchste Zeit für einen Kurswechsel!

Christa Schlager

BEIGEWUM und Redakteurin der Zeitschrift Kurswechsel, Österreich

Time for Change!

Irmgard Schmidleithner

ehemalige Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende des ÖGB , Österreich

Europa braucht eine starke Sozialpolitik um ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und den Frieden zu erhalten.

Gerhard Schmidt

Wirtschaftswissenschaftler, Direktor Arbeiterkammer Salzburg, Österreich

Internationale Solidarität ist das Gebot der Stunde!

Heide Schmidt

Gründerin des Liberalen Forums , Österreich

Es darf nicht heißen: Hauptsache Europa - wir müssen entscheiden, welches Europa wir wollen.

Susanne Scholl

Freie Journalistin und Autorin, Wien, Österreich

Statt Europa mittels übertriebener Sparpakete in eine Krise wie in den 1920er Jahren zu manövrieren wäre es an der Zeit, endlich über neue Möglichkeiten der Entwicklung nachzudenken. Statt die Banken sollten die Menschen gerettet werden.

Rudolf Scholten

Mitglied des Vorstandes der Öst. Kontrollbank AG, Österreich

Europa sollte nicht kurzatmig globalen Trends nachlaufen, sondern Welt Beispiel geben, dass Wohlstand und soziale Balance nicht Widerspruch sondern wechselseitige Voraussetzung sind

Stephan Schulmeister

Ökonom, Wien, Österreich

Der "Pakt für Wettbewerbsfähigkeit" wäre der finale Schritt in der "Neoliberalisierung" Europas. Die Abschaffung der Lohnbildung auf Basis von Kollektivverträgen der Sozialpartner und die Schwächung des Kündigungsschutzes wird die Arbeitslosigkeit weiter steigen lassen so wie die Sparpolitik zu einem massiven Anstieg der Staatsverschuldung führte.

Thorsten Schulten

Sozialwissenschaftler, WSI (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut) der Hans Böckler-Stiftung, Düsseldorf, Deutschland

Nur ein grundlegender Kurswechsel für mehr Demokratie und Soziales gibt Europa eine Perspektive.

Joachim Schuster

Politikwissenschaftler und Bremer Staatsrat a.D., Beisitzer im Bundesvorstand des Forums Demokratische Linke in der SPD, Deutschland

Die Austeritätspolitik muss beendet werden. Nur ein solidarisches Europa nutzt den Menschen.

Arturo Scotto

Abgeordnete von Kampanien, Sinistra Ecologia Liberta (SEL), Italien

Philipp Sonderegger

Menschenrechtler, Österreich

Die Krise ist eine Demokratiekrise.

Friederike Spiecker

Diplomvolkswirtin und Wirtschaftspublizistin, Deutschland

Die bisherige Krisenpolitik der EU und Deutschlands einschließlich des geplanten Pakts für mehr Wettbewerbsfähigkeit läuft auf eine Wiederholung der wirtschaftspolitischen Fehler in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg hinaus. Das dürfen wir Europa und vor allem unseren Kindern nicht antun.

Cornelia Staritz

Ökonomin, Wien, Österreich

Wir brauchen ein Europa mit einem breit ausgebauten Sozialstaat, Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit, Demokratie und ökologischer Nachhaltigkeit. Dafür braucht es einen Kurswechsel der derzeitigen EU Politik!

Ralf Stegner

Mitglied im SPD-Parteivorstand, Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein, Deutschland

Weil die Wirtschaftspolitik in Europa sich ändern muss - wir brauchen ein soziales, demokratisches und ökologisches Europa!

Albert Steinhauser

Abgeordneter zum Nationalrat, Österreich

Der Pakt für Wettbewerbsfähigkeit folgt einer Politik die keine Akzeptanz bei den EuropäerInnen mehr hat. Deshalb will das politische Establishment mit dem Vertrag unumkehrbare Fakten schaffen, die tief ins soziale und demokratische Gefüge zum Nachteil der Menschen eingreifen.

Peter Steyrer

EU-Koordinator im Grünen Klub,

Europa braucht mehr Zusammenarbeit und weniger Konkurrenz.

Steffen Stierle

Ökonom, Mitglied in der Projektguppe Eurokrise von attac Deutschland, Deutschland

Die ganze EU-Krisenpolitik ist nichts als ein gigantisches Banken-Rettungspaket auf Kosten der Menschen. Der Wettbewerbspakt ist der nächste große Wurf in diesem Sinne. Wir sollten es umgekehrt machen: Die Menschen auf Kosten der Banken retten. Deswegen muss der Pakt verhindert werden!

Engelbert Stockhammer

Professor of Economics, Kingston University, Kingston upon Thames, Großbritannien

Wir brauchen ein Europa, das den Sozialstaat sichert und Spitzeneinkommen effektiv besteuert.

Hilde Stockhammer

Abteilungsleiterin Arbeitsmarktpolitik für Frauen, Österreich

Nehmen wir die steigende Arbeitslosigkeit und den Abbau von Demokratie in Europa nicht hin. Die (Wirtschafts-)Politik soll den Menschen dienen, dafür braucht es Transparenz, ArbeitnehmerInnenrechte und faire Einkommensverteilung.

Jan Stöß

SPD- Landesvorsitzender Berlin, Deutschland

Die Verursacher der Finanz- und Wirtschaftskrise müssen endlich zur Kasse gebeten werden: Vermögen und hohe Einkünfte müssen in Europa gerecht besteuert werden.

Albert Stranzl

Betriebsratsvorsitzender der Firma Porr, Österreich

Die EU Kommission soll endlich begreifen, dass Europa nicht nur eine Wirtschaftsunion ist. Ich habe leider den Eindruck, dass arbeitende Menschen wie eine Ware in Europa behandelt werden. Ein Eingriff in Sozialrechte der nationalen Errungenschaften ist auf das Schärfste abzulehnen.

Alexandra Strickner

Obfrau von Attac Österreich, Österreich

Wer morgen nicht in einem Europa der Entrechteten aufwachen will, muss heute gegen die Krisenverschärfungspolitik aktiv werden

Christoph Sykora

Gewerkschafter, Österreich

Europa hat kein Wettbewerbsproblem. Im Gegenteil, die Standortkonkurrenz über Löhne, Sozialleistungen und Steuern verschärft die Krise.

Suzanne Tallard

Députée in Assemblée Nationale, France

Ich unterschreibe gegen die Austeritätspolitik in Europa!

Emmerich Tálos

Politikwissenschaftler, Österreich

Die mit sog. Strukturreformen angepeilte Politik läuft auf die Fortsetzung des falschen Weges der "Krisenpolitik" der letzten Jahre hinaus. Demgegenüber gilt es mehr soziale Gerechtigkeit in Europa zu fordern und verwirklichen.

Josi Tischner

Bundesvorsitzende der SJD - Die Falken, Deutschland

Kapitalismus heißt Krise. Krise heißt Kürzungen, Armut und verschärfte Ausbeutung. Wir sagen Nein zu diesem Europa. Wenn Europa, dann sozialistisch!

Axel Troost

Mitglied des Deutschen Bundestages und stellver. Vorsitzender der Partei DIE LINKE , Deutschland

Austeritätspolitik ist nicht nur unsozial, sondern auch mit gravierenden ökonomischen und ökologischen Folgeschäden verbunden.

Reinhard Uhrig

Geschäftsführer, GLOBAL 2000, Österreich

Der Abbau von ökologischen und sozialen Standards durch eine Politik, die nur am Wettbewerb orientiert ist, würde die Lebensqualität verringern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Wir stehen für ein ökologisch nachhaltiges und sozial gerechtes Europa. Dieses Europa wird es aber nur dann geben, wenn wir es auch einfordern.

Alexander Ulrich

Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag., Deutschland

Der Pakt für Wettbewerbsfähigkeit würde einen Meilenstein bedeuten, im neoliberalen, anti-demokratischen Umbauprozess der EU. Europäische Integrationsschritte sind aber nur dann akzeptabel, wenn sie Demokratie und soziale Rechte stärken. Deshalb wehren wir uns!“

Hans-Jürgen Urban

geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, Deutschland

Ich plädiere für eine europäische soziale Bürgerbewegung, die gegen die desaströse Krisenpolitik und für einen radikalen Politik- und Pfadwechsel antritt. Ein erster Schritt auf diesem Weg muss die Ablehnung des Fiskalpakts in seiner gegenwärtigen Form und eine Neuverhandlung des fiskalpolitischen Rahmens sein.

Alexander van der Bellen

Landtagsabgeordneter, Wien, Österreich

Die EU-Institutionen müssen dem Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit endlich Priorität geben - wie auch die Politik in jedem einzelnen Mitgliedstaat!

Monika Vana

Gemeinderätin, Wien, Österreich

Wer die Idee eines Vereinten Europas retten will, muss die EU sozial und demokratisch reformieren.

Daniel Vasseur

Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsweiser, Frankreich

Sascha Vogt

Bundesvorsitzender der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD, Deutschland

Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent raubt jungen Menschen Perspektiven und macht einen Politikwechsel in Europa nötig.

Alice Wagner

Juristin, Arbeiterkammer Wien, Österreich

Derzeit setzen sich in der EU-Politik Partikularinteressen der Wirtschaft, Finanzen und Eliten durch. Wichtig wäre daher eine echte Demokratisierung der Entscheidungsprozesse.

Peter Wahl

Vorsitzender von _WEED - Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Mitbegründer von Attac Deutschland, Deutschland

Eine EU der Austerität und Banken? Nein danke!

Johannes Wahlmüller

Klimasprecher GLOBAL 2000, Österreich

Mit einer reinen Sparpolitik nimmt sich die Politik nur selbst ihre Handlungsspielräume. Wir brauchen aber eine Politik, die sich der Verantwortung stellt und Zukunftsaufgaben anpackt. Klimaschutz erfordert Investitionen in ein nachhaltiges Energie- und Wirtschaftssystem, damit auch nachfolgende Generationen in einer intakten Umwelt leben können. Europa geht besser - wenn wir es wollen.

Sepp Wall-Strasser

Bereichsleiter Bildung und Zukunftsfragen im OÖGB, Geschäftsführer 'weltumspannend arbeiten', Österreich

Die Plünderung des Sozialstaates soll jetzt noch besser organisiert und legalisiert werden. Die Finanzkrise wird (von der deutschen Industrie) benutzt, um Europas Löhne konkurrenzf ähig zu jenen in China und Mexico zu machen.

Herbert Walther

Ökonom, Österreich

Der Aktivitätsradius von Großbanken muss radikal eingeschränkt werden, so dass die "too-big-to-fail"-Problematik weniger wahrscheinlich wird.

Valentin Wedl

Jurist, Arbeiterkammer Wien, Österreich

… und wie Europa anders gehen kann. Die EU muss eine intelligente Verteilungspolitik anstoßen, um Ressourcen für Zukunftsinvestitionen zu erschließen und auf die Nachfragekraft von 500 Millionen bauen zu können. Ohne Kurswechsel befördert sich Europa ins Abseits.

Josef Weidenholzer

Abgeordneter zum Europäischen Parlament, Österreich

Wir brauchen ein sozial gerechtes und demokratisches Europa.

Kurt Weilguny

Angestelltenbetriebsratsvorsitzender Institut Hartheim, Österreich

Es darf nicht sein, dass mit dem Pakt für Wettbewerbsfähigkeit eine gescheiterte und menschenverachtende Politik einzementiert wird.

Lieselotte Wohlgenannt

Sozialwissenschafterin, Wien, Österreich

Europa braucht vor allem mehr Zusammenarbeit und Solidarität, damit ein gutes Zusammenleben in Frieden möglich wird.

Frieder Otto Wolf

Honorarprofessor, Freie Universität Berlin, Deutschland

Es gibt jetzt nur noch einen Weg nach vorne - eine EU, die sich auf den Weg einer sozialökologischen Transformation begibt, um eine katastrophale Fehlentwicklung endlich abzubrechen.

Nurten Yilmaz

Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat, Österreich

Andrea Ypsilanti

Mitglied des Hessischen Landtags, Sprecherin des Instituts Solidarische Moderne, Deutschland

Endlich ein Aufruf, der thematisiert, wie sehr Frauen von dieser Austeritätspolitik betroffen sind.